Auf in neue Dimensionen

Egal wo wir im Alltag hinsehen – die Angebote von virtuellen Plattformen, Apps und Tools, scheinen grenzenlos. Mit ihnen tauchen wir in Welten ein, die wir uns vor Jahren nicht einmal vorstellen konnten. Aber wie entsteht so eine digitale Welt eigentlich? Und wer öffnet uns das Tor zwischen ihr und der realen Welt, so dass es für jeden ein Kinderspiel ist, über den bekannten Horizont hinaus zu gehen? Das Team VIME (VIrtual MEdia) von Mohn Media hat da ein Erfolgsrezept.

Behutsam schwenkt Andreas Diebold sein Tablet von links nach rechts. Konzentriert schaut er auf das Display, hinter ihm auf seinem Schreibtisch türmen sich zahlreiche Stoffmuster. Er geht einen Schritt vorwärts, kniet sich hin und nickt dann lächelnd. Was man auf den ersten Blick nicht sieht: Andreas befindet sich genau zwischen zwei Welten – seinem realen Büroraum und der virtuellen Möbelwelt. So taucht gerade ein Sofa aus anthrazitfarbenem Stoff direkt vor ihm auf und sieht so echt und bequem aus, dass man Lust hätte, direkt darauf Platz zu nehmen. Andreas ist zufrieden: Der Lichteinfall beim Möbel entspricht genau dem in seinem Büro. Perfekte Arbeit! Dabei ist das, was Andreas dort auf dem Tablet sieht, kein echtes Sofa, sondern eine riesige Ansammlung von Daten – Daten, die seine Kollegen in den letzten Wochen aufgenommen und in Kleinstarbeit verarbeitet haben.

Andreas Diebold probiert virtuell eine neue Büroeinrichtung aus.
Andreas und Götz verbinden Innovationskraft mit durchdachten Konzepten.

 

Reingeklickt

Immer wieder wandelt Andreas durch die beiden Welten: Morgens macht er sich auf den Weg in sein Büro bei Mohn Media. Ganz real, so wie alle anderen Mitarbeiter auch. Dann, wenn er sein Tablet, Smartphone oder den PC einschaltet und sich in das Programm einwählt, findet er sich in Sekundenschnelle in einer neuen Dimension wieder. Hier warten unzählige Produkte auf ihn, deren Größe, Farbe oder Oberfläche er mit nur einem Klick verändern kann. Vom einen auf den anderen Moment in die digitale Welt einzutauchen, davon hat Andreas schon lange geträumt. Zusammen mit seinem Kollegen Götz Moritz Bongartz hat er so schon während des Ingenieurstudiums für Druck- und Medientechnik einen Körperscanner entwickelt. Der erste große Schritt in die digitale Welt war getan. Mit ihrer Arbeit überzeugten die Zwei auch Mohn Media, was anfangs für viele ziemlich unwirklich schien. Eine Traditionsdruckerei, die auf die Digitalisierung setzt? Aber für Mohn Media war eins genauso klar wie für Andreas und Götz: Mit einer guten Portion Innovationskraft und einem durchdachten Konzept könnten sich die Kunden, die bisher nur auf Print gesetzt haben, ebenfalls in die virtuelle Welt eintreten. Bis dahin fehlte nur der passende Schlüssel für das Tor zur Digitalisierung. Also bezogen Andreas und Götz für die Entwicklung digitaler Instrumente – quasi als Türöffner zu neuen Dimensionen – ihre Büroräume bei Mohn Media.

 

Perfekte Mischung

Inzwischen ist aus dem Zweiergespann ein 10-köpfiges, ideenreiches Team geworden. So unterschiedlich wie die Herkunftsländer der Mitarbeiter sind (diese reichen von Brasilien über Litauen bis China), genauso verschieden sind auch die Disziplinen des VIME-Teams. Neben Designern sorgen Informatikspezialisten und Projektmanager für die perfekte Aufteilung der benötigten Stärken. Diese braucht das VIME-Team, denn sie haben es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur Andreas zwischen der digitalen und realen Welt wandeln zu lassen. Auch Menschen, die derzeit vielleicht keinen Nutzen in Online-Lösungen sehen, soll das Tor zur neuen Dimension geöffnet werden. Fragen wie „Welche Vorteile bringen diese Technologien und ist nicht alles gut, so wie es derzeit ist?“ werden mit der Arbeit von VIME einfach vom Tisch – oder eben dem Tablet – gewischt. Wie das funktioniert? Das internationale Team aus klugen Köpfen verbindet modernste Technologie mit altbekanntem Wissen, gestochen scharfe Grafiken mit dem Wunsch nach dem haptischen Kauferlebnis.

Für unseren Job braucht es genauso viel Kreativität wie klare Strukturen und intelligente Konzepte. Die perfekte Zusammenarbeit bringt den Erfolg.

Götz Moritz Bongartz, Technischer Leiter von VIME

Götz Bongartz und seine Kollegen verwandeln reale Möbeln in Datensätze.

Aus real mach digital

Dabei lassen sie ihre Produkte auf eine Reise gehen: vom realen Möbel, das mit dem Scanner digital bis in die kleinste Ecke erfasst wird, zaubern die Kollegen am PC ein digitales Abbild, das sogenannte Rendering. Dieses wird dann vom Kunden auf dem Smartphone oder Tablet abgerufen und kann virtuell in den eigenen vier Wänden Probe gestellt werden. Oder das neue Sofa ploppt als 3D-Objekt einfach aus den Katalogseiten auf. Auch dafür haben Andreas und sein Team sich eine Lösung einfallen lassen. Entscheidet sich der Kunde dann zum Kauf, steht das Möbel zuletzt als reales Objekt in den eigenen vier Wänden. Trotz des starken Teams und den vielen individuellen Stärken müssen die Kollegen zahlreiche Herausforderungen bewältigen: Riesige Datenberge, die sie produzieren, müssen unter Kontrolle gehalten und digitale Objekte dem Kunden in Spitzenqualität geliefert werden. Und dann ist da auch noch der Faktor Zeit. In rasender Geschwindigkeit ändert sich die digitale Welt und entwickelt sich weiter.

Täuschend echt sehen die Stoffe der digitalen Möbel aus.
Das Team hat einen Textilscanner entwickelt, der die Faserstruktur fotorealistisch darstellt.

 

Neues entdecken

Deswegen muss sich das VIME-Team immer wieder einer Aufgabe stellen: Wie kann das Tor zwischen den Welten erfolgreich aufgehalten werden? Ganz klar – indem das Team auf kreative Ideen setzt und nie die Lust daran verliert, immer wieder neue Wege auszuprobieren. Beispielsweise haben die Kollegen, um die Stoffbezüge für die Möbel realitätsnah darzustellen, einen eigenen, einzigartigen Textilscanner entwickelt, der die Faserstruktur besonders fotorealistisch darstellt. Im letzten Jahr hat das Team um Andreas über 5 Millionen Möbel zum digitalen Leben erweckt. Neue Projekte stehen schon in den Startlöchern, beispielsweise die 3D-Aufbereitung von aufwendigen Buch-Covern, die jede Veredelung auch im Netz sichtbar machen soll. Für das VIME-Team steht fest: die Grenzen der digitalen Welt hat es noch nicht erreicht. Und so macht es sich immer wieder auf in neue Dimensionen. Fast so, als hätte es diese schon immer gegeben. Nur entdeckt haben sie erst Andreas und seine Kollegen.

 

VIME öffnet uns stets neue Möglichkeiten, die digitale Welt weiter auszubauen. Und die nutzen wir!

Andreas Diebold, Head of VIME

  • Anzahl der Punkte, aus denen ein 3D-Modell besteht: mehrere Millionen

  • So lange besucht Andreas täglich die digitale Welt: zu viele Stunden

  • Nationen, die im VIME-Team vertreten sind: 7

  • Gefertigte Renderings in 2017: über 5 Millionen

  • Anzahl der Mobil Devices im Team VIME: 30 Stück

  • Tassen Kaffee, die an einem Arbeitstag getrunken werden: ca. 10 Tassen pro Person

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