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Historie

Am Anfang stehen ein Mann, eine Handvoll Druckmaschinen und eine Vision.

1835: Die Gründung

Carl Bertelsmann legt 1835 in Gütersloh den Grundstein - zunächst als Verlag, getragen von einer bereits 1824 errichteten Steindruckerei. Mit dem Tod Heinrich Bertelsmanns 1887 übernimmt die Familie Mohn die Verantwortung. Durch drei weitere Generationen - Johannes Mohn (1887) und Heinrich Mohn (ab 1921) - bleibt das Unternehmen fest in Familienhand.

1933-1945: Kriegsjahre und Neuanfang

In der NS-Zeit verändert sich das Verlagsprogramm grundlegend; Bertelsmann wird zum größten Buchlieferanten der Wehrmacht. Nach Beginn des Zweiten Weltkrieges macht der Verlag – als größter Bücherlieferant der Wehrmacht – vor allem Gewinne mit dem Verkauf von Feldpostausgaben. Im Zuge des Prozesses wegen illegaler Beschaffung von Papiervorräten und im Rahmen der Mobilmachung der gesamten deutschen Wirtschaft wird der C. Bertelsmann Verlag 1944 geschlossen. 1944 wird das Unternehmen geschlossen, 1945 durch Bombenangriffe teilweise zerstört - und noch im gleichen Jahr neu aufgebaut. 1947 übernimmt Reinhard Mohn in fünfter Generation das Ruder. Ab 1999 erforscht eine Unabhängig Historische Kommission unter der Leitung des Historikers Saul Friedländer die Geschichte des Hauses
Bertelsmann während der Zeit des Nationalsozialismus. Der Abschlussbericht
„Bertelsmann im Dritten Reich“ erscheint 2002 im C. Bertelsmann Verlag.

1950-1966: Wachstum und Aufbruch

Mit der Gründung der Bertelsmann Leserings 1950 beginnt eine goldene Ära. Die Nachfrage übersteigt das Angebot, der Betrieb entwickelt sich vom reinen Konzerndrucker zum Dienstleister für europäische Verlage. 1966 erfolgt die Umbenennung in Mohndruck Reinhard Mohn OHG - ein Signal für das gestiegene Selbstverständnis des Unternehmens.

1971-1993: Technologisierung und Effizienz

Mohn investiert konsequent in neue Technik: von der 32-Seiten-Rotation (1971) über die größte Bücherfertigungsstraße Europas (1981) bis hin zur Inbetriebnahme eines eigenen Blockheizkraftwerks 1993 - Mohn Media setzt früh auf ökologische Verantwortung und industrielle Skalierung.

1999: Mohn Media entsteht

Im Zuge der Gründung der Arvato AG wird das Unternehmen in Mohn Media umbenannt. Mit der Integration neuer Tochterunternehmen und dem Wechsel weiterer Bertelsmann-Verlage in die Gruppe wächst Mohn Media zu einem vollintegrierten Mediendienstleister.

2000-2015: Expansion und Konsolidierung

Die 2000er Jahre stehen im Zeichen weiterer Kapazitätserweiterungen - neue Hochleistungsrotationen, Vogel Druck als 100-%-Tochter, und stetig steigende Druckleistungen von bis zu 5,2 Mio. DIN-A4-Seiten pro Stunde. 2015 wird die Bertelsmann Printing Group gegründet; Mohn Media ist seither Teil des größten europäischen Druckereiverbundes.

Ab 2019: Neuausrichtung und Gegenwart

Die ehemals Bertelsmann Printing Group, heute Bertelsmann Marketing Services, wird 2019 strukturell neu aufgestellt - mit dem Ziel einer datengetriebenen, integrierten Zusammenarbeit. 2020 nimmt Mohn Media eine hochautomatisierte Bogendruckmaschine in Betrieb. Kurz darauf stellt die Corona-Pandemie das Unternehmen vor neue Herausforderungen, denen es sich - wie stets in seiner Geschichte- stellt.